Sounds
Roberta Flack

Roberta Flack war 22 Jahre alt, als sie eher zufällig die Chance bekam für mehrere Stunden im Studio der Plattenfirma Atlantic Records in New York Songs aufzunehmen. Bis dahin arbeitete die klassisch ausgebildete Pianistin in Nachtclubs, sie unterhielt das Publikum mit Songs aus Blues, Soul, Klassik und Musicals. Sie nutzte den Tag, nahm 39 durchaus komplexe Songs auf und aus einigen davon wurde ihre erste Platte: "first take". Ein spielerischer Titel, hatte sie doch für die meisten Einspielungen tatsächlich nur einen Versuch gebraucht. Doch es brauchte noch die Hilfe von Clint Eastwoods Regiedebüt "Sadistico", in dem ihre Version des Folksongs "The first time ever I saw your face" eine prominente Rolle bekam. Roberta Flacks Stern begann zu steigen und die ursprünglich aus der Kleinstadt Black Mountain im Bundesstaat North Carolina stammende Musikerin wurde zum Weltstar – inklusive mehrere Grammyauszeichnungen. Ohne ihre Version wäre wohl "Killing me softly with his song" in den 90ern durch die Fugees wohl nicht möglich gewesen. Ihr letztes eigenes Album kam 2012 raus – voller Beatlesinterpretation. Nach einem Schlaganfall hatte sie sich bereits seit ein paar Jahren von den Bühnen der Welt zurückgezogen. Nun ist Flack im Alter von 88 Jahren gestorben.
Brit Awards

Vielleicht sind die Brit Awards so etwas wie die europäischen Grammys. Zwar mit deutlich weniger Kategorien, aber eine Auszeichnung ist ein Ritterschlag und kann gerade junge Karrieren ankurbeln. In der Nacht zum Sonntag werden die Preise in der Londoner O2-Arena verliehen. Hoffnung auf einen Preis können sich beispielsweise The Cure machen, die mit ihrem ersten Album nach 16 Jahren Album des Jahres gewinnen könnten. Der Soul-Singersongwriter Michael Kiwanuka hat wohl nur Außenseiterchancen – aber er tritt in der Kategorie Künstler des Jahres gegen Popstars wie Dua Lipa oder Charlie xcx an. Gleich dreimal ist das Londoner Jazzkollektiv Ezra Collective nominiert und dürfte sich berechtigte Hoffnungen auf eine der Trophäen machen.
Adam Bałdych
"Die Musik ist mein Statement zur aktuellen politischen Lage" sagt Bałdych. "Ich als Künstler will die Zuhörer zum Nachdenken anregen. Das Album ist ein Appell, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen." Auf seinem aktuellen Album "Portraits" kommt das politische Engagement Adam Bałdychs deutlich zum Ausdruck.
Ich will keine neuen Kriege, ich rufe zum Frieden auf. Ich will, dass die Zerstörung der Menschheit aufhört.
Adam Bałdych

Mit seinen Mitstreitern an Klavier, Saxophon, Schlagzeug und Kontrabass sucht er dafür nach neuen musikalischen Ausdrucksformen. Adam Bałdych ist 1986 in Westpolen geboren. Er beginnt mit elf Jahren das Geigenspiel, wird in Katowice und am Berklee College in Boston ausgebildet. Im Laufe seiner Karriere feilt er immer mehr an seinem Musikstil. Er ist erfahren auf den Jazzbühnen der Welt. Als Teamplayer weiß er, wie wichtig es ist, die eigenen Ideen in der Gemeinschaft wachsen zu lassen. Das neue Album ist ein gereifter Ausdruck dieser Erfahrungen.
Konzerte & Alben

In den nächsten Tagen und Wochen kommen Acts wie Sylvie Kreusch, Botticelli Baby, Sean Rowe oder Zaho de Sagazan in unsere Region. Konzerte in Bremen, Hamburg oder Hannover stehen an. Des Weiteren stellen wir neue Alben vor von Künstlerinnen wie der Stuttgarter Jazzsängerin Fola Dada oder der Soul-Folk-Musikerin Sunny War aus den USA.