Luchs-Buchpreis Der süßeste Bruder der Welt ... und andere Irrtümer
Stand: 5. Juni 2025.
Der Luchs-Preis Juni geht an den Kindercomic "Der süßeste Bruder der Welt ... und andere Irrtümer" von Elin Lindell. Ins Deutsche übersetzt wurde das Buch von Katharina Erben, ist im Klett Kinderbuch Verlag erschienen und für Leserinnen und Leser ab zehn Jahren empfohlen.
Erzählerin der Geschichte ist Dani, die allein bei ihrer Mutter aufwächst und sich sehnlichst ein Geschwisterkind wünscht. Doch als die Mutter Björn kennenlernt, muss sie statt mit einem süßen Babybruder mit dem maulfaulen Teenager Joschi zusammenleben. Dani ist durch eine Samenspende entstanden, und die neue Familienkonstellation weckt in ihr das Bedürfnis, mehr über ihren unbekannten Vater zu erfahren – auch um sich selbst besser zu verstehen. Und dann taucht plötzlich Elton auf, ein neuer Mitschüler, der bei zwei Müttern aufwächst. Dani entdeckt frappierende Ähnlichkeiten und glaubt, ihren Halbbruder gefunden zu haben.
Eine Graphic Novel mit einer starken Heldin auf der Suche nach Zugehörigkeit und Identität.
Das Urteil der Jury
Die Luchs-Jury urteilt: "Ein unglaublich komischer Comic, der ganz leichtfüßig von Schmerz und Freude moderner Patchworkfamilien erzählt – fast dokumentarisch nah am Kinderalltag und auf lässige Art divers."
Die Luchs-Jury empfiehlt außerdem
- das Kinderbuch "Am Ende der Welt" von Anna Desnitskaya (Gerstenberg), empfohlen ab 8 Jahren.
- das Jugendbuch "Engel der letzten Nacht" von Nils Mohl (Rowohlt), empfohlen ab 14 Jahren .
- das Jugendbuch "Zweiklang" von A. Lehmann, J.-B. Aubin und J. Sildre (Helvetiq), empfohlen ab 9 Jahren .
Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Nachmittag, 5. Juni 2025, 15:40 Uhr