Im Porträt Mala Emde wusste schon immer, dass sie schauspielen möchte

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Szenenfoto: Sommer auf Asphalt, Mala Emde
In "Sommer auf Asphalt" spielt Mala Emde die Fahrradkurierin Les, die ungeplant schwanger wird. Bild: Wüste Medien | Frizzi Kurkhaus

Schauspielerin Mala Emde lässt sich gern von Rollen überraschen. Jetzt ist sie mit "Sommer auf Asphalt" erstmals in einer Vater-Tochter-Komödie zu sehen.

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Szenenfoto: Sommer auf Asphalt, Mala Emde

Gesprächszeit Schauspielerin Mala Emde hat immer konsequent Kurs gehalten

Ein Filmset hat sich für Mala Emde schon immer wie ein Ort angefühlt, an den sie einfach hingehört. Jetzt ist die Schauspielerin, die sich gern von Rollen überraschen lässt, im Kinofilm "Sommer auf Asphalt" zu sehen.

Bild: Wüste Medien | Frizzi Kurkhaus
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Mala Emdes neuer Film "Sommer auf Asphalt" eröffnet in diesem Jahr das Internationale Filmfest Emden-Norderney. Dafür ist die 30-Jährige in die Welt der Fahrradkuriere eingetaucht und hat vor allem eines gelernt: "Der Fuß kommt niemals auf den Boden!" Gleichzeitig hat sie aber auch die Achtsamkeit der rasanten Kuriere berührt: "Das waren die umsichtigsten Fahrradfahrer, die ich je gesehen habe. Weil die wissen, wie gefährlich es auch sein kann, Fahrrad zu fahren."

Ein Drehbuch muss sie bewegen

Szenenfoto: Sommer auf Asphalt, Mala Emde mit Christoph Maria Herbst
In "Sommer auf Asphalt" ist Mala Emde erstmals in einer Komödie zu sehen. Christoph Maria Herbst spielt ihren Vater. Bild: Wüste Medien | Frizzi Kurkhaus

Als Mala Emde das Drehbuch zum Film gelesen hat, saß sie gerade auf einer Fähre und hat laut gelacht und geweint: "Das passiert nicht häufig. Und das hat dieser Film einfach: diese wunderbare Mischung". Ein anderer Film, der sie als Schauspielerin sehr bewegt und immer wieder überrascht hat, ist "Köln 75" über die Konzertveranstalterin Vera Brandes, erschienen 2025: "Vera ist einfach ein Energiepaket wie man es sich nur vorstellen kann. Letztens hat sie mir vorgeschlagen, wir sollten doch jetzt einen Podcast machen. Ich glaube wir teilen den Glauben daran, dass Machen wichtiger ist als Reden."

Das ist ein großes Geschenk – vielleicht eines der größten in meinem Leben – dass ich ganz früh wusste, da möchte ich hin.

Mala Emde über ihre Berufswahl

"Köln 75" war Emdes bisher erfolgreichste Filmarbeit. Für ihre Rolle der Vera Brandes gewann sie den Deutschen Schauspielpreis, den Bambi und war auch für eine Lola beim Deutschen Filmpreis nominiert. Ein Filmset hat sich Mala Emde schon immer wie ein Ort angefühlt, an den sie einfach hingehört. Am Ende der Grundschulzeit stand sie das erste Mal vor der Kamera, 2008 gab sie in der RTL-Serie "Post Mortem" ihr Fernsehdebüt: "Das ist ein großes Geschenk – vielleicht eines der größten in meinem Leben – dass ich ganz früh wusste, da möchte ich hin. Da war der Weg lang, an diesen Platz zu kommen, aber im Grunde geht es beim Menschsein doch darum seinen Platz zu finden und die Menschen zu finden."

Dreh, Abitur und Studium: Bei Mala Emde geht alles gleichzeitig

Natürlich hat auch Mala Emde, die später an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin studiert hat, zu Beginn ihrer Karriere viele Absagen bekommen. Doch auf ihre innere Stimme, die sie wie ein Magnet zum Schauspiel hingezogen hat, hat sie auch als Jugendliche immer vertraut. Auch ihren Eltern – eine Krimifestival-Leiterin und ein Erfinder – fehlten irgendwann die Argumente, das ungeduldige aber spielwütige Kind zu stoppen: "Ich hätte die überhaupt nicht ernst nehmen können, wenn die gesagt hätten, du musst was Vernünftiges machen."

Ich kann ganz schön ackern!

Mala Emde über ihre Lust und Motivation für viele Projekte

Und ihre Karriere nahm schnell Fahrt auf. Ihre erste Hauptrolle hatte sie im Doku-Drama "Meine Tochter Anne Frank", für das sie während des Abiturs gecastet wurde. "Ich kann ganz schön ackern", schmunzelt sie, wenn sie davon erzählt, dass der erste Drehtag dann nur einen Tag vor der mündlichen Abiturprüfung anstand. Auch die Fernsehserie "Charité" drehte sie während des Studiums: "Ich glaube auf meinem Grabstein wird irgendwann stehen: 'Zu wenig Zeit, hatte aber noch viel vor.'" Schon im Herbst können sich ihre Fans auf ihren nächsten Kinofilm freuen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Gesprächszeit, 4. Juni 2026, 18:05 Uhr

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